fließen

Wild und schnell bahnt sich der neugeborene Fluss seinen Weg, bis an die Oberfläche. Sprudelnd entfernt er sich von seiner Quelle, um zu laufen, wie im Rausch, immer Richtung Meer.

Er kann nicht anders, als bergab zu fließen
und Härte durch Beständigkeit zu lösen.
Ist er zu langsam, staut er sich,
um dann wieder zu fallen.

Kurven zeichnen seinen Weg,
gerade fließen wird er nie,
warum auch sollte er.

Irgendwann landet er,

wo alle Flüsse enden.

Er kann nicht anders,

als endlich Meer zu sein.

Sonne wärmt, er verdunstet,

steigt nach oben, frei von Form.

Höhe, Druck und Kälte formen

aus ihm Nebel, Wolken und Tropfen.

Nichts hält ihn mehr, er lässt sich fallen.

Regentropfen bahnen sich ihren Weg unter die Erde, wo sie bleiben, bis ein Fluss geboren wird, der sich sprudelnd von seiner Quelle entfernt, um zu laufen, wie im Rausch, immer Richtung Meer.